akTief – Älterwerden in Tiefenbroich

Das Projekt

… will die altengerechte Entwicklung des Quartiers Tiefenbroich voranbringen. Am 30. April 2016 fand das erste Netzwerktreffen dazu statt.

Der Neubau des Mehrgenerationentreffs (MGT) bietet einen hervoragenden Ausgangspunkt dafür, die Strukturen im Quartier neu zu konzipieren und damit eine Entwicklung anzustoßen, die alle Generationen mit einbezieht. Die Angebote sollen sich dabei aber schwerpunktmäßig an die geburtenstarken Jahrgänge 1955–1965 richten, die in einigen Jahren die „Alten“ des Stadtteils sein werden. Ziel des Projektes ist es dementsprechend, diese Generation frühzeitig zu aktivieren und einzubeziehen.

Da das Stadtteilzentrum gerade erst entsteht, ist es möglich, frühzeitig und konsequent andere Wege zu gehen, insbesondere im kulturellen Bereich: Indem Schlüsselpersonen des Quartiers sich einbringen und aktiv an Planung und Umsetzung teilnehmen, kann der MGT sich zu einem kulturellen und sozialen Mittelpunkt Tiefenbroichs entwickeln.

Warum Kultur?

Die Anzahl älterer Menschen in der Gesellschaft ist so hoch wie noch nie. Dennoch wachsen nur wenige junge Menschen in einem gemeinsamen Umfeld mit ihren Großeltern oder anderen älteren Menschen auf. Gleichzeitig steigt die Zahl derer, die keine eigenen Kinder und Enkel haben. Der alltägliche Kontakt zwischen den Generationen wird also immer weniger. Dadurch wächst der Bedarf an arrangierten intergenerationellen Begegnungsmöglichkeiten.

Das Feld der Kulturellen Bildung bietet mit gemeinsamen Tanz-, Theater-, Medien- und andere Kunst- und Kulturprojekten vielfältige Zugänge, um einen Dialog der Generationen zu fördern, von- und miteinander zu lernen und gemeinsam Spaß und Freude zu erleben.

Das Alter(n) hat sich stark gewandelt: Viele Menschen sind bis ins hohe Alter geistig und körperlich fit und möchten aktiv an der Gesellschaft teilnehmen. Gerade die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur beinhaltet vielfältige Entwicklungspotenziale für den Einzelnen und trägt zu mehr Lebensqualität und Zufriedenheit bei. Sie fördert nicht nur den kreativen Selbstausdruck, sondern schafft auch Anlässe für soziale Teilhabe und lebenslanges Lernen und vermittelt außerdem Schlüsselkompetenzen, die für das Alter wichtig sind.

Was machen wir dort?

Erst einmal geht es darum, das Quartier neu kennenzulernen und sich in einem begleiteten Prozess als Gruppe zu finden. In weiteren Schritten sollte die Gruppe dann gemeinschaftlich erarbeiten, wie die Ausgestaltung des MGT aussehen sollte und welche Wirkung er in Tiefenbroich entfalten kann.

Neben freier Zeit bringen ältere Menschen das Erfahrungswissen und vielfältige Kompetenzen ein, die sie im Laufe ihres privaten und beruflichen Lebens erworben haben. Dieses kulturelle Engagement kann noch stärker genutzt werden. Denn dort, wo freiwillig Engagierte aktiv sind, werden Kultureinrichtungen und ihre Angebote im öffentlichen Bewusstsein viel besser wahr- und angenommen. Ältere Menschen werden so zu Kulturbotschaftern – besonders im Dialog der Generationen.