Homberg

Frühe Wurzeln

Mittelalterliche Urkunden bestätigen sehr früh die Existenz von Homberg. Die erste Erwähnung findet sich bereits 1067. Wie in vielen anderen Fällen im Bergischen Land hat es sich wohl zunächst um einen großen Hof gehandelt.

Sehr gute Hinweise zum Ursprung Hombergs kann man der Geschichte der Kirche St. Jacobus des Älteren entnehmen, aus der auch eine enge Anbindung zum Erzbistum Köln wird ersichtlich wird. Rund um die Kirche entwickelte sich nach und nach die Siedlung Homberg, die zur Werdener Grundherrschaft gehörte, einer Reichsabtei, die 799 gegründet wurde.

In einem Verzeichnis von 1575 des Stiftes Werden gibt es eine Aufzählung von Höfen aus der heutigen Region Meiersberg, die alle dem Stift gehören, sowie Grundbesitz in der Gemeindemitte, wie das Gut Grashof. Auch das adlige Damenstift Gerresheim besaß einige Höfe in Homberg.

Landesherr war der bergische Herzog, der selbst einigen Grundbesitz in Homberg hatte. Ihm unterstanden die Kirche, sowie die Gerichtsbarkeit, namentlich das Homberger Land- und Schöffengericht, das für die ländliche nichtritterliche Bevölkerung zuständig war. Zum Gerichtsbezirk gehörten viele Dörfer der Umgebung, wie zum Beispiel Hösel, Isenbügel und Velbert.

Sehr früh erweis sich Homberg als reformierte Gemeinde. Obwohl etliche Widerstände zu überwinden waren, lebten im Jahr 1817 in Homberg 317 Katholiken, 216 Reformierte und 3 Lutheraner zusammen. Bis zum Bau der evangelischen Kirche vergingen allerdings noch einmal gut 100 Jahre; erst 1902 wurde die Christuskirche fertiggestellt.

Von der Landwirtschaft zur Industrie

Viele Jahre blieb die Ausrichtung Hombergs auf die Landwirtschaft gerichtet. Erst mit der Inbetriebnahme der Rheinischen Kalksteinwerke in Wülfrath, sowie der Entstehung diverser Formsandgruben änderte sich das Leben in Homberg.  Viele Bewohner wandten sich der Fabrikarbeit zu. Auch viele neue Arbeitskräfte, die in den umliegenden Betrieben tätig waren, zogen nach Homberg.

Nicht der einzige Zuwachs: Homberg vergrößerte sich nach dem 2. Weltkrieg enorm durch den Zuzug der Flüchtlinge aus Ostdeutschland.1967 schlossen sich die Gemeinden Homberg, Bracht, Bellscheidt sowie Meiersberg zur neuen Gemeinde Homberg-Meiersberg zusammen. 1975 erfolgte dann die Eingemeindung zur Stadt Ratingen.

In den 80er Jahren wurde das historische Zentrum von Homberg saniert und gehört mit diesem attraktivem Dorfkern zu den sehenswertesten Ratinger Stadtteilen.