Seniorengerechte Quartiersentwicklung in Ratingen – SEQURA

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SEQURA – Was ist das?

SEQURA war das erste konkrete Projekt zur Quartiersentwicklung in Ratingen: Ein Modelversuch in Ratingen-Ost, bei dem der Fokus auf der Schaffung einer bedarfsgerechten Lebenssituation für Senioren lag, die hier 32% der Bevölkerung ausmachen. Die Bewohner des Stadtteils wurden aktiv in die Prozesse eingebunden und ermutigt, mit eigenen Ideen und Vorstellungen das Leben in Ost zu gestalten.

Wer steckt dahinter?

Unter der Federführung der Stadt Ratingen kamen verschiedene Koordinationspartnerinnen und -partner zusammen:

  • Katholische und evangelische Kirchgemeinde
  • Altenzentrum Haus Salem
  • Wohnungsgenossenschaft Ratingen WoGeRa
  • DRK-Mehrgenerationenhaus Klompenkamp
  • Seniorennetzwerk Lintorf
  • Seniorenrat Ratingen
  • Interessierte Bürger und Bürgerinnen

Das Projekt wurde vom Kreis Mettmann mit 19.744,00 € gefördert. Das zur Förderung eingereichte Konzept (PDF, 4 MB) können Sie sich hier herunterladen.

Was wurde unternommen?

Etablierung von Netzwerkgruppen

Es wurden zwei Netzwerkgruppen gegründet, in denen die Projektbeteiligten zum regelmäßigen Austausch zusammenkamen. Sie können die ausführliche Zusammenfassung und Präsentation der Ergebnisse der Arbeit der Netzwerkgruppen (PDF, 300 KB) hier downloaden .

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Quartierspaziergänge und Fragebögen

Um Probleme und „Stolpersteine“ in Ratingen-Ost aufzudecken, aber auch um Wünsche, Ideen und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen zu können, wurde ein spezieller Fragebogen (PDF, 530 KB) entworfen. Dazu unternahmen Interessierte mit professioneller Begleitung einen Quartiersspaziergang durch Ost.

Ausbildung zu Seniorenbegleitern

In Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Nachbarschaft, einer von der AOK unterstützten Initiative, haben sich zehn Nachbarn aus dem Quartier Ost in einem entsprechende Kurs zu ehrenamtlichen Seniorenbegleitern ausbilden lassen. Dabei wurde auf praktische Belange (Rollstuhltraining, Beschäftigungsangebote etc.) genauso eingegangen wie auf seelische Bedürfnisse (Kulturarbeit, Umgang mit Demenz, Trauerarbeit usw.).

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Sprechstunden und Kummerkasten

Es wurde eine regelmäßige Sprechstunde eingerichtet, in der sich Interessierte über Quartiersentwicklung und das Projekt SEQURA informieren konnten. Zusätzlich wurde ein ‘Kummerkasten’ im Einkaufszentrum Ost eingerichtet, in dem Sorgen und Ängste, aber auch Anregungen und Wünsche gesammelt wurden.

Information durch Vernetzung

Durch eine gezieltere Kommunikation und Vernetzung konnten zudem bestehende Angebote aufeinander abgestimmt, bekannter gemacht und in das Leben im Quartier Ost integriert werden. Ein Beispiel ist Mitten im Leben – Aktiv sein in eigener Sache: Von der Ratinger Demenzgruppe unterstützte Selbsthilfegruppe für Menschen mit beginnender Demenz. (Der Flyer „Aktiv sein“ (PDF, 331 kB) enthält genauere Informationen und Kontaktdaten.)

Wann war was?

Februar 2014: Einreichung des Konzepts beim Kreis Mettmann
1. Juli 2014: Projektstart
Januar 2014: Start Kurs ‘Seniorenbegleiter’
April 2014: Ende Kurs ‘Seniorenbegleiter’
28.Mai 2015: Quartierspaziergang in Ost
1. Juni 2015: Start Fragebogen-Aktion
30. Juni 2015: Ende Fragebogen-Aktion
30. Juli 2015: Projektende

Wie ist das Ergebnis?

Dank der Bemühungen der Beteiligten von SEQURA gibt es in Ratingen Ost überdurchschnittlich viele und gut vernetzte Möglichkeiten der gesellschaftlichen Beteiligung und des selbstbestimmten Lebens für Senioren. Die Bürger konnten aktiviert und wichtige Erkenntnisse für die Zukunft der Quartiersentwicklung gesammelt werden.

Wie geht es weiter?

Die Erkenntnisse, die durch das Projekt SEQURA gewonnen werden konnten, werden in weiteren Projekten konkret umgesetzt, unter anderem natürlich in der Planung und Ausgestaltung des Mehrgenerationentreffs in Tiefenbroich. Auch Ost selbst bleibt immer Blickpunkt: Bestehende Angebote werden weiter optimiert und koordiniert, und auch mit Projekten außerhalb des Quartiers vernetzt.